Historie

Es waren einmal zwei ganz normale Straßen in einer großen Stadt. Es gab heruntergekommene Mietshäuser, ein paar Geschäfte, Kneipen und eine Gaststätte mit Kegelbahn, es gab einen Schreiner im Hinterhof und es gab die Universität an der Amalienstraße. Auf der anderen Seite des Gäus, in der Türkenstraße, da gab es die, na ja, verrufene Kneipe "Kleiner Bungalow".

Die "Türkenstrassler" und die "Amalienstrassler" waren einander fremd bis spinnefeind, es gab keine räumliche Verbindung zwischen den beiden Lebensadern, nur geschlossene Hinterhöfe.

Nachzulesen ist die Geschicht in dem Büchlein "Hundsbua..." des Kabarettisten Gerhard Polt, der in seiner Jugend zu den "Amalienstrasslern" gehörte. Er wuchs in Nr. 79 auf.

Erst mit der Eröffnung der Amalienpassage 1979 wurde diese städtebauliche Verbindung auf Höhe der Blütenstraße / Ludwig-Maximilian-Universität hergestellt und dem Antagonismus zweier Straßen ein Ende bereitet.